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Wie funktioniert AdBlue®

Wie funktioniert AdBlue®

Kurz zusammengefasst werden in einer chemischen Reaktion durch das im Harnstoff enthaltene und durch Abgashitze freigesetzte Ammoniak (NH3) die im Abgas enthaltenen Stickoxide (NOx) in Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) umgewandelt.

Dies geschieht in einem speziellen Katalysator, dem SCR-Katalysator (SCR = selektive katalytische Reduktion), der dem Auspuffsystem hinzugefügt wird. Die Stickoxidminderung erfolgt ohne Änderung der motorischen Verbrennung und erhält damit den sehr guten Wirkungsgrad von Dieselmotoren.

Wie wird AdBlue® verwendet ?

AdBlue® wird im Fahrzeug in einem separaten Tank bevorratet. Es wird nicht dem Motor zugeführt und hat keinerlei Zusammenhang mit dem Verbrennungsprozess, sondern wird mittels Injektor oder Pumpe in den Abgasstrom geleitet.

Hier kommt es im SCR Katalysator zu der bereits beschriebenen chemischen Trennung der Stickoxide in Stickstoff und Wasser, wodurch der zur Erfüllung der Euro-6-Norm wichtige Ausstoß der Stickoxide erheblich minimiert wird.

Schadstoffnormen

Schadstoffnormen

Die Einführung von AdBlue® ist den immer höher werdenden Anforderungen zur Minimierung der ausgestoßenen Schadstoffe geschuldet.

Die Abgasnormen regeln Grenzwerte bei Kraftfahrzeugen zum Ausstoß von Schadstoffen, im einzelnen Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC) und Partikel (PM). Fahrzeuge werden somit in unterschiedliche Schadstoffklassen eingeteilt, die etwa für die Berechnung der Kfz-Steuer sowie bei LKW der Maut sehr relevant sind.

Die Abgasnormen verschärfen sich alle paar Jahre deutlich und sind ab bestimmten Daten für alle neu zugelassenen Fahrzeuge bindend, ältere Fahrzeuge werden im Unterhalt durch Maut und Kfz-Steuer teurer, außerdem beschränken viele Städte die Zufahrt für ältere Fahrzeuge durch sogenannte Umweltzonen.

Mittlerweile ist in der EU für LKW die höchste Norm Euro-6, welche ca. den Normen EPA10 (Nordamerika) oder Post NLT (Japan) entspricht. Euro-6 gilt seit dem 1. Januar 2013 und ist ab dem 1. Januar 2014 für neu zugelassene Fahrzeuge bindend. Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Abgasnormen im LKW-Bereich, hier wird deutlich, dass sich alleine mit dem Sprung von Euro-5 zu Euro-6 die erlaubte Ausstoßmenge an Stickoxiden um ca. das vierfache reduziert hat. Dieser Schritt ist für keinen Nutzfahrzeughersteller ohne die Anwendung der AdBlue® Technologie zu durchzuführen.

Für PKW gilt aktuell seit dem 1. September 2009 die EURO-5-Norm, welche seit dem 1. Januar 2011 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge bindend ist.

Verträglichkeit & Gefährdung

Verträglichkeit & Gefährdung

Für Aggregate und Ausrüstungen, die mit AdBlue® in Kontakt kommen können, sind folgende Stoffe verträglich:

Die Eigenschaften von Werkstücken, die aus Polymeren gefertigt werden, hängen zu einem erheblichen Teil von der Verarbeitung selbst ab. Aus diesem Grund wird empfohlen in jedem Fall vom Lieferanten des Werkstücks eine Bestätigung in Schriftform einzuholen, die die mechanische Beständigkeit des verwendeten Materials für den Gebrauch mit AdBlue® in dem vorgesehenen Temperaturbereich bestätigt, und die bescheinigt, dass sich die Spezifikation von AdBlue® nicht negativ verändert, wenn es mit diesem Werkstück unter diesen Bedingungen in direkten Kontakt kommt.

 

Nicht verträglich sind:

 

AdBlue® ist ungiftig, umweltverträglich und nicht gesundheitsgefährdend. Im Sinne des europäischen Chemikaliengesetzes geht keine besondere Gefährdung von AdBlue® aus. Es ist der Wassergefährdungsklasse 1 (= schwach wassergefährdend) nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zugeordnet und kein Gefahrgut nach ADR. AdBlue® kann von Mikroben verwertet werden und ist daher sehr leicht abbaubar. Hautkontakt sollte vermieden werden, Reste können mit Wasser abgewaschen werden.